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Gentechnikfreie Gemeinde Obertaufkirchen

Die Gemeinde Obertaufkirchen ist eine von rund 100 gentechnikanbaufreien Kommunen in Bayern. Auf Anregung der Wählergemeinschaft "Freie Bürger" fasste der Gemeinderat bereits am 16. Mai 2007 einstimmig den Beschluss, auf gemeindeeigenen Flächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen zu wollen. Auf der Grundlage des Gemeinderatsbeschlusses enthalten seither alle von der Gemeinde abgeschlossenen Pachtverträge eine Verpflichtung der Pächter, auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen der Gemeinde kein genverändertes Saatgut anzubauen. Die Landwirte der Gemeinde Obertaufkirchen haben sich ebenfalls bereits 2007 im Rahmen einer freiwilligen Vereinbarung verpflichtet, auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen zu verzichten.
 
Auf Einladung des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, fand nun am 9. September 2010 in München ein Gedankenaustausch mit den Bürgermeistern und Landräten der gentechnikfreien Gemeinden und Landkreise statt, an dem auch Bürgermeister Franz Ehgartner teilnahm.
 
Nach einer aktuellen Umfrage sprechen sich drei Viertel der bayerischen Bevölkerung gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen in Bayern aus. Die Bayerische Staatsregierung setzt sich auf europäischer und Bundesebene konsequent dafür ein, über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen - die sogenannte "grüne Gentechnik" - in Bayern selbst entscheiden zu können.
 
Für Staatsminister Dr. Söder sind gerade die zahlreichen freiwilligen Initiativen in Gemeinden, Städten und Landkreisen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem gentechnikanbaufreien Bayern. "Sie zeigen vorbildliches Engagement vor Ort", so der Minister. Die Bürgermeister und Landräte der gentechnikfreien Kommunen in Bayern sicherten Staatsminister Dr. Söder ihre Unterstützung für das Ziel, ein "Gentechnikfreies Bayern" zu schaffen, zu. Der gemeinsame Gedankenaustausch soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.
 

Dazu gab das Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit am 9. September 2010 eine PRESSEMITTEILUNG heraus.
 
Umweltminister Söder:
Bayern soll selbst über Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bestimmen / Kommunen sind wichtige Partner

 
Bayern soll selbst über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bestimmen können. Die konsequente bayerische Haltung zur Gentechnik, getragen von zahlreichen Kommunen, hat zum Politikwechsel auf europäischer Ebene beigetragen.Das betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, heute nach dem ersten Treffen mit gentechnikanbaufreien Gemeinden, Städten und Landkreisen in München. "Wir wollen selbst entscheiden, was auf bayerischen Äckern wächst. Hierfür haben wir die Unterstützung vieler Kommunen", so Söder. Derzeit können Landwirte freiwillig auf den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen verzichten. Rund 100 bayerische Kommunen haben einen Beschluss gefasst, auf eigenen Flächen keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauen zu wollen. "Die zahlreichen freiwilligen Initiativen in Gemeinden, Städten und Landkreisen sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem gentechnikanbaufreien Bayern. Sie zeigen vorbildliches Engagement vor Ort", so Söder.
 
Bayern möchte laut Söder in einem ersten Schritt nun möglichst große Abstandsflächen festlegen. Die Europäische Kommission habe die Koexistenzvorschriften bereits entsprechend flexibilisiert. Diese Spielräume müsse der Bund nun rasch an die Länder weitergeben. Dies sei bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden. "Am besten wäre es, die Grenze bei den Abstandsflächen ganz freizugeben. So können besondere regionale Gegebenheiten, wie die kleinteiligen Agrarstrukturen in Bayern, berücksichtigt werden", so Söder.
 
Ziel ist und bleibt laut Söder ein generelles Selbstbestimmungsrecht der Regionen über den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Europäische Kommission hat bereits angekündigt, ihre Freisetzungs-Richtlinie entsprechend zu ändern. Der Bund sei daher aufgefordert, diese Gesetzesänderung auf europäischer Ebene zu unterstützen.
 
 
Informationen und Bilder zur Urkunden- und Logo-Verleihung In Rosenheim finden sie auf dieser Seite.
 


Eine bayernweite Übersicht bietet diese Karte (pdf-Datei) der gentechnikfreien Gemeinden, Städte und Landkreise. Zum Anschauen benötigen Sie den Adobe Reader.
 
Die Gentechnik ist ein Zukunftsthema. Sie betrifft uns alle und wer sich informieren will, findet unter  http://www.gentechnik.bayern.de/  weitere Infomationen. In der rechten Spalte der aufgerufenen Seite unter Informationen finden Sie u.a. auch kostenlose Publikationen als pdf-Dateien zum kostenlosen Herunterladen.