Giftiges Jakobskreuzkraut

In der Zeit von Juni bis September blüht die giftige Pflanze wieder
Die Stängel des Jakobskreuzkrauts werden bis zu 100 cm hoch und verzweigen sich im oberen Bereich. Eigentlich ist es mit seinen kleinen, weithin sichtbaren gelben Blüten, die von Juni bis September blühen, eine attraktive Pflanze. Wären da nicht die toxischen Inhaltsstoffe, die vielen Tieren, aber auch dem Menschen gefährlich werden können.
Pferde, Schweine und Rinder reagieren besonders empfindlich auf diese Stoffe, vor allem wenn sich das Jakobskreuzkraut im Heu oder der Silage befindet. Eine Pflanze kann mehrere tausend Samen bilden, die sich mit dem Wind stark verbreiten; deshalb geht von ihr auch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für den Menschen aus. In Milch und Honig wurden die giftigen Stoffe bereits nachgewiesen.
Beim Menschen können die Giftstoffe des Jakobskreuzkrauts längere Zeit unbemerkt bleiben, weil zunächst keine eindeutigen Symptome auftreten. Eine Vergiftung verläuft schleichend über einen längeren Zeitraum, wirkt leberschädigend und ist krebserregend.
Das Jakobkreuzkraut tritt oftmals an Straßenrändern, Böschungen oder an vernachlässigten Flächen oder Feldrainen auf. Schwerpunkte in der Gemeinde sind u. a. die Haager Straße von Obertaufkirchen bis zur Autobahnüberführung (mit den angrenzenden Privatgärten), Mitterrimbach (insb. Böschungen der Autobahnbrücke), Friedlrimbach, Hochstraße bei Frauenornau Pfaffenkirchen, Frauenornau, Steinkirchen, Oberornau (insb. Böschung des Ornaubaches), Stift, Grüngiebing, Mimmelheim, Deutenheim, Paunzenhofen, Linden.
Das Jakobskreuzkraut lässt sich durch Ausreißen oder Ausstechen bekämpfen. Bitte helfen Sie mit, die Verbreitung einzudämmen und entfernen Sie, auch von Wegerändern, die Pflanzen mit der Wurzel. Ziehen Sie zu Ihrem eigenen Schutz jedoch unbedingt Schutzhandschuhe an.
Das Jakobskreuzkraut dürfen Sie ohne Bedenken als Grüngut entsorgen. In Kompostierungs- und Biogasanlagen werden alle Pflanzenteile sowie die Samen zuverlässig zerstört. Es ist jedoch empfehlenswert, das ausgerissene Jakobskreuzkraut bis zur Ablieferung im Wertstoffhof in einem dicht schließenden Plastikbeutel zu verwahren und so eine Verbreitung der Samen zu verhindern.
